Unser Schlaflabor

StahlrohrMöbel

ein Projekt von Zeitfrei & Verräumt

Schlaflabor

dein TRaumbett

das SCHLAFLABOR

 

 

Grundlagen (Thomas)

 

Im August 2012 kam in mir der Wunsch nach einem neuen Bett auf.

Nahezu alle „Standardbetten“ auf dem Markt entsprachen entweder nicht meinen

Komfort- bzw. Funktionsansprüchen, oder sie waren schlichtweg zu teuer.

In meinem Studentenzimmer sollte mein Bett neben der klassischen Schlaffunktion auch

als Sofa, Raumtrenner und Stauraum dienen. Ebenfalls wichtig war mir, dass es für zukünftige

Umzüge leicht zu demontieren und ohne Schaden zu nehmen wieder aufzubauen sei.

 

Idee (Thomas)

 

Im September 2012 entstand die Idee ein Bett selber zu entwickeln, welches allerdings den studentischen Geldbeutel nicht sprengt aber dennoch aus robusten hochwertigen Materialien besteht. Aus der beruflichen Nähe zum Baugewerbe, fiel mein Blick auf Baugerüste. Diese sind robust, werden ständig auf- und wieder abgebaut und müssen extremen Anforderungen standhalten.

Bei der weiteren Planung sowie Erprobung des Materials stellte sich heraus, dass die Stahlrohre neben ihren hervorragenden statischen Eigenschaften, sich sowohl optisch als auch funktional an jede mögliche Situation anpassen lassen und sich mit nahezu jedem Material kombinieren lassen. So kann das Lattenrost beispielsweise um nah am Ursprungsgedanken zu bleiben aus Gerüstbohlen bestehen, welche quer auf das Stahlgerüst gelegt werden. Oder es kann nach Wunsch ebenfalls ein klassischer Lattenrost eingelassen werden. Als Entwurfsergebnis entstand somit ein wandelbares Multifunktionsmöbel, welches sich an jede Wohnsituation anpassen kann.

 

Umsetzung (Thomas)

 

Im Anschluss stellte ich den ersten Prototyp her.

Mein (T)Raumbett habe ich als modern interpretiertes Himmelbett aufgebaut. Die Proportionen sind an die Matratzengröße 160x200 angepasst. Bei der Matratzenart entschied ich mich für ein Futon. Zum einen weil ich eine hochwertige natürliche Matratze haben wollte. Zum anderen, weil sie eine schöne, sanfte, harmonische Formgebung haben und optisch auf der Stahlkonstruktion schweben sollte. Da das Futon ausreichend von allen Seiten belüftet sein musste, entwickelte ich eine kostengünstige Unterkonstruktion aus Holzlatten. Diese wies ausreichend große Lüftungs-Abstände zwischen den Latten auf und konnte einfach auf die Stahlrohre aufgelegt werden. Im Ergebnis scheint das Futon auf einem filigranen Rahmen zu liegen.

 

Erster Umzug (Thomas)

 

Oktober 2012 - Umzug in eine neue Wohnung und erste Schlaferprobung.

In meinem neuen WG-Zimmer verlangte ich dem Bett alles ab. Zunächst musste es im Akkord aufgebaut werden, damit der Platz unter der Matratze gleich als Stauraum für die ersten Umzugskarton dienen konnte. Die oberen Stangen mussten als Garderobe für Jacken, Hemden, Taschen,… herhalten. Lediglich die Schlafebene blieb frei, damit ich wenigstens einen Schlafraum im sonstigen Umzugschaos hatte, quasi ein Raum im Raum.

 

Im weiteren Verlauf des Einlebens wurden einige Nutzungsmöglichkeiten wie z.B. das Aufhängen der Kleidung zur Gewohnheit, es wurde so zu sagen mein „Herrendiener“.

Allerdings kamen noch weitere Funktionen wie der Einsatz als Fitnessgerät dazu.

 

Zur Wahl der Matratze kann ich nur sagen, sie war ihr Geld wert. Im ersten Moment zwar etwas härter als ich es von meiner Federkernmatratze gewohnt war, aber dafür für meinen Rücken um so entspannender. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass man sie wegen ihrer Festigkeit gut als Unterlage für z.B. ein Frühstückstablett nutzen kann. Dem Frühstück im Bett stand also nichts mehr entgegen.

 

Zweiter Umzug (Ramona & Thomas)

 

Im Oktober 2013, pünktlich zum Jahrestag der „Inschlafnahme“ fand der nächste Umzug statt. Da die Konstruktion auf schnelles Auf- und Abbauen ausgelegt war, konnten wir das Bett bis zum Umzugstag „in Betrieb“ halten und es morgens bevor die Umzugshelfer eintrafen schnell auseinanderbauen. Da die einzelnen Stahlrohre robust wirkten, wurde beim Umzug auch nicht zimperlich mit ihnen umgegangen… Nach erfolgreichem Wiederaufbau und vorsichtiger Inaugenscheinnahme, durften wir erleichtert feststellen, dass das Konzept aufgegangen war. Dem Bett sah und merkte man den Umzug in keiner Weise an.

Auch das Einbinden in einen neuen räumlichen Kontext war dank seiner neutralen Farbgebung und filigranen Formsprache ohne Probleme möglich.

 

Nun steht unser (T)Raumbett in unserem Wohnlabor und dient uns jeden Abend als Rückzugsort und beschert uns himmlische Träume. ;-)

TRaumbett - die Idee
TRaumbett - die Umsetzung
TRaumbett - der Prototyp
TRaumbett - der Praxistest